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Nach
diesem Verfahren werden alle massiven Polyesterteile hergestellt, wie
z. B. Elektroteile verschiedenster Art, Einbettungen, Sockel, Reklameschriften,
Dekorationsartikel, Attrappen, Reliefduplikate usw., bei denen eine
Glasfaserverstärkung nicht erforderlich ist.
Beim Gießverfahren ist eine Form notwendig, die aus Gips, Holz,
Glas, Metall, Polyäthylen oder auch aus Polyester selbst hergestellt
werden kann.
Diese Form muß sorgfältig mit Trennmitteln
vorbehandelt werden, damit sich das ausgehärtete Werkstück
einwandfrei aus der Form lösen läßt.
In die so vorbehandelte Form wird nun das mit
Härter versetzte Harz gegossen und bis zur vollständigen Aushärtung
ruhig und ohne Zugluft stehen gelassen. Soll der Gießling eingefärbt
sein, so wird dem Harz vor der Zugabe des Härters Polyester-Farbpaste
zugegeben.
Im allgemeinen genügen zur deckenden Einfärbung bei massiven
Teilen ca. 2-3% Farbpaste.
Wir bieten auch bereits eingefärbte
Giessharze nach RAL-Farbenkennung
an.
Der entformte Gießling zeigt infolge der großen Abbildefähigkeit
der Polyesterharze genau die gleiche Oberflächenbeschaffenheit,
auch den gleichen Glanz wie die Form.
Farbige Giessharze härten klebfrei aus. Bei Verwendung
von
klarem Einbettungsharz ist die Oberseite,
die während der Härtung mit der Luft in Berührung kam,
ist etwas rauh und evtl. schwach klebrig. Dieser Effekt wird durch die
Einwirkung des Luftsauerstoffes hervorgerufen, der die vollständige
Aushärtung an der Oberfläche verhindert. Durch Abreiben mit
Polyester-Reiniger oder durch Schleifen und Polieren kann die Klebrigkeit
beseitigt und eine glatte Fläche geschaffen werden; durch Abdecken
der Form mit Hostaphan-Folie kann aber auch von vornherein eine glatte
und klebfreie Oberfläche erzielt werden.
Polyesterharze haben ferner die Eigenschaft, bei der Aushärtung
um 6-8 Volumen % zu schrumpfen.
In Verbindung mit der bei der Aushärtung dickerer Blöcke entstehenden
beachtlichen Wärme (ca. 200°) führt diese Eigenschaft
leicht zu Spannungsrissen im Harzblock.
Deshalb sind dem Gießverfahren bei Verwendung von Polyesterharzen
Grenzen gesetzt.
Positiv-Formkerne, die ein Schrumpfen des Harzes nicht zulassen, sind
für die Polyesterverarbeitung ungeeignet. Man ist beim Gießverfahren
bestrebt, die Härtung möglichst langsam und gleichmäßig
verlaufen zu lassen, um Spannungsrisse zu vermeiden. Dies wird erreicht
durch eine möglichst geringe Härterzugabe und u. U. durch
Gießen in mehrerern Schichten.
Man kann in diesem Fall mit der Härterzugabe bis auf 1% heruntergehen.
Durch Zugabe von Füllstoffen wie Kreide, Quarzmehl u. ä. wird
die Schrumpfung stark verringert und die Gefahr der Spannungsrisse erheblich
herabgesetzt. Für nichttransparente, evtl. eingefärbte Gießlinge
verwendet man daher am besten nur gefülltes Harz, mit dem auch
größere Gießlinge einwandfrei hergestellt werden können.
Speziell für transparente und glasklare
Einbettungen führen wie ein Spezialharz, das nahezu
farblos ist.
Durch die Verwendung von Epoxydharzen,
die praktisch schwundfrei härten, können die Möglichkeiten
des Gießverfahrens noch erheblich erweitert werden.
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