Herstellung des
Harz-Ansatzes

Gießverfahren

Handauflege-verfahren

Entformen

Nachhärtung,
Tempern, Endhärte

Nachbearbeitung
und Verbindung
von Einzelteilen

Formen / Trennmittel

Mechanische, chemische, thermische, elektrische Eigenschaften

Physiologische
Eigenschaften Vorsichtsmaßnahmen
Lagerung

Härtungssysteme

Zusatzstoffe, Verdünnungsmittel

Harzverbrauch


Das Gießverfahren

Nach diesem Verfahren werden alle massiven Polyesterteile hergestellt, wie z. B. Elektroteile verschiedenster Art, Einbettungen, Sockel, Reklameschriften, Dekorationsartikel, Attrappen, Reliefduplikate usw., bei denen eine Glasfaserverstärkung nicht erforderlich ist.
Beim Gießverfahren ist eine Form notwendig, die aus Gips, Holz, Glas, Metall, Polyäthylen oder auch aus Polyester selbst hergestellt werden kann.


Diese Form muß sorgfältig mit Trennmitteln vorbehandelt werden, damit sich das ausgehärtete Werkstück einwandfrei aus der Form lösen läßt.

In die so vorbehandelte Form wird nun das mit Härter versetzte Harz gegossen und bis zur vollständigen Aushärtung ruhig und ohne Zugluft stehen gelassen. Soll der Gießling eingefärbt sein, so wird dem Harz vor der Zugabe des Härters Polyester-Farbpaste zugegeben.
Im allgemeinen genügen zur deckenden Einfärbung bei massiven Teilen ca. 2-3% Farbpaste.

Wir bieten auch bereits eingefärbte Giessharze nach RAL-Farbenkennung an.

Der entformte Gießling zeigt infolge der großen Abbildefähigkeit der Polyesterharze genau die gleiche Oberflächenbeschaffenheit, auch den gleichen Glanz wie die Form.
Farbige Giessharze
härten klebfrei aus. Bei Verwendung von klarem Einbettungsharz ist die Oberseite, die während der Härtung mit der Luft in Berührung kam, ist etwas rauh und evtl. schwach klebrig. Dieser Effekt wird durch die Einwirkung des Luftsauerstoffes hervorgerufen, der die vollständige Aushärtung an der Oberfläche verhindert. Durch Abreiben mit Polyester-Reiniger oder durch Schleifen und Polieren kann die Klebrigkeit beseitigt und eine glatte Fläche geschaffen werden; durch Abdecken der Form mit Hostaphan-Folie kann aber auch von vornherein eine glatte und klebfreie Oberfläche erzielt werden.

Polyesterharze haben ferner die Eigenschaft, bei der Aushärtung um 6-8 Volumen % zu schrumpfen.
In Verbindung mit der bei der Aushärtung dickerer Blöcke entstehenden beachtlichen Wärme (ca. 200°) führt diese Eigenschaft leicht zu Spannungsrissen im Harzblock.
Deshalb sind dem Gießverfahren bei Verwendung von Polyesterharzen Grenzen gesetzt.

Positiv-Formkerne, die ein Schrumpfen des Harzes nicht zulassen, sind für die Polyesterverarbeitung ungeeignet. Man ist beim Gießverfahren bestrebt, die Härtung möglichst langsam und gleichmäßig verlaufen zu lassen, um Spannungsrisse zu vermeiden. Dies wird erreicht durch eine möglichst geringe Härterzugabe und u. U. durch Gießen in mehrerern Schichten.
Man kann in diesem Fall mit der Härterzugabe bis auf 1% heruntergehen.

Durch Zugabe von Füllstoffen wie Kreide, Quarzmehl u. ä. wird die Schrumpfung stark verringert und die Gefahr der Spannungsrisse erheblich herabgesetzt. Für nichttransparente, evtl. eingefärbte Gießlinge verwendet man daher am besten nur gefülltes Harz, mit dem auch größere Gießlinge einwandfrei hergestellt werden können.


Speziell für transparente und glasklare Einbettungen führen wie ein Spezialharz, das nahezu farblos ist.
Durch die Verwendung von Epoxydharzen, die praktisch schwundfrei härten, können die Möglichkeiten des Gießverfahrens noch erheblich erweitert werden.

 

  10. August 2006
Hallo