
Herstellung des Harz - Ansatzes |
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von uns geliefererten Polyesterharztypen enthalten einen sogenannten Beschleuniger,
der sie für die Kalthärtung geeignet macht. Dabei ist eine Wärmezufuhr nicht erforderlich. Um das flüssige Harz in den festen Zustand überzuführen, ist nur noch die Zugabe eines Härters (Katalysator) notwendig. Nach der Härterzugabe bleibt das Harz noch eine Weile flüssig. Diese Zeitspanne wird "Topfzeit" genannt, das heißt, während dieser Zeit bleibt das Harz im Ansatztopf flüssig und kann verarbeitet werden. In ähnlicher Weise wie Gips im Gipsbecher hart wird, beginnt nach einer gewissen Zeit das Harz zu "gelieren", d. h. es durchläuft einen geleeartigen Zustand, in dem es bereits nicht mehr verarbeitet oder verformt werden kann, bis es dann endgültig unter Wärmeentwicklung erstarrt. Die Aushärtung ist nicht an einen Verdunstungsvorgang gebunden, sondern beruht auf einem chemischen Prozeß, der nach einer gewissen Zeit einsetzt, unabhängig davon, ob das Material verarbeitet wurde oder nicht. Daraus ergibt sich, daß man nur so viel Harz mit Härter vermischen darf, wie man innerhalb dieser Topfzeit verarbeiten kann. Die Härterzugabe beträgt bei allen klaren, ungefüllten Polyesterharzen ca. 2-4 %. Auf 100 g Harz kommen also 2-4 g, auf 1 kg Harz 20-40 g Härter. Der Härter wird mit einem Rührstab gründlich und sorgfältig bis zur vollständigen Verteilung im Harz verrührt. Dabei ist darauf zu achten, daß möglichst wenig Luftblasen eingerührt werden. Diese Arbeit kann in praktisch jedem Gefäß vorgenommen werden, auch Pappbecher sind für den einmaligen Gebrauch geeignet. Bei Kunststoffgefäßen ist jedoch Vorsicht geboten, da manche Kunstharze (z. B. Polystyrol) von Polyesterharz angegriffen werden. Für den Dauergebrauch haben sich Gefäße aus Polyäthylen, die als Zahnputzbecher, Schüsseln und Eimer im Handel sind, am besten bewährt, da Polyester an diesem Kunststoff nicht haftet und sich ausgehärtete Harzreste also leicht entfernen lassen. Für die Aushärtung des Harzes ist die Härterzugabe unbedingt erforderlich, denn ohne Härterzugabe bleibt das Harz flüssig. Die zugegebene Härtermenge hat auf die Eigenschaften des Endproduktes keinerlei Auswirkung. Die Festigkeit, Härte und Elastizität des Endproduktes hängen lediglich von der verwendeten Harztype ab. Die Härtermenge hat jedoch einfluß auf die Aushärtungsgeschwindigkeit; bei Zugabe von 4 % Härter geht die Aushärtung schneller vor sich als bei Zugabe von 2 %. Je mehr Härter dem Harz zugesetzt wird, desto schneller geht also die Aushärtung vor sich. Außer der Härtermenge hat auch die Temperatur Einfluß auf die Aushärtungsgeschwindigkeit: Wärme beschleunigt, Kälte verzögert den Aushärtungsvorgang. Deshalb ist es zweckmäßig, bei Wärme weniger, bei Kälte etwas mehr Härter zuzusetzten. Bei normaler Raumtemperatur, also bei etwa 18-20° C, erhält man bei 3 % Härterzugabe die bei den einzelnen Harztypen jeweils angegebene Normal-Topfzeit. Bei unserer Standardtype Laminierharz beträgt diese Normal-Topfzeit ca. 20-30 Min. Anhand folgender Tabelle kann die Topfzeit bei verschiedenen Temperaturen und unterschiedlicher Härterzugabe abgeschätzt werden. Härter Zugabe:
Da Polyester bei der Aushärtung selbst Wärme entwickelt, die
die Aushärtung wiederum beschleunigt, ist die Topfzeit bei größeren
Ansatzmengen (über 5 kg) etwas kürzer, bei kleineren Mengen
dagegen etwas länger. |
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